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01.07.2020

Endlich Sommer, Sonne, Ferienzeit oder doch nicht?

Liebe Glückstädterinnen,
liebe Glückstädter!

Endlich Sommer, Sonne, Ferienzeit – oder doch nicht? Endlich durften viele Schüler*innen wieder in die Schule, zwar eingeschränkt aber so gerne wie schon lange nicht mehr. Endlich konnte nach den Monaten zu Hause mit mal besser, mal schlechter funktionierendem Homeschooling gemeinsam gelernt werden. Und jetzt wieder sechs Wochen frei? Frei für was? Frei für gemeinsame Familienzeit? Diese genossen und genießen derzeit viele. Manche sind durch die ganztags erzwungene Nähe zu Hause aber auch belastet. Viele Familien würden gerne in den Urlaub fahren. Die Ziele sind eingeschränkt. Manch Familie bangt um ihre finanzielle Existenz. Corona-Ferien sind anders!

Trotzdem sollten wir die Ferien nutzen, um aufzutanken. Vielleicht mit dem Fahrrad? Das Rad ist in diesem Sommer das Verkehrsmittel der Stunde - und ein echter Krisengewinner während der Corona-Pandemie.

Auch wer sich vor Ort auskennt, unter https://gluecks-routen.de finden Sie vielleicht die eine oder andere Anregung für Fahrten rund um Glückstadt. Selbstbewusst werden sie zu den schönsten Radrouten in Schleswig-Holstein gezählt.

Zu einer kleinen Fahrradtour durch Glückstadt lade ich Sie ein. Los geht’s am Rathaus in Richtung Binnenhafen. Übrigens, an der Seitenfront des Rathauses am Gr. Schwibbogen wurden Fahrrad-Abstellbügel für 28 Drahtesel errichtet. Und das Beste: Ergänzt werden diese bald um zwei Ladesäulen für E-Bikes zur kostenlosen Nutzung. Jetzt aber los. Am Hafenkreisel ist Vorsicht geboten, denn die Ecke Am Fleth / Am Hafen war vor drei Jahren schon einmal eine Unfallhäufungsstelle. Deshalb ist die seitens der Politik beschlossene Umkehr der Einbahnstraßenregelung in der Straße Am Hafen nicht so einfach umsetzbar. Die Polizeidirektion Itzehoe befürchtet, dass dann deutlich mehr Fahrzeuge als heute aus dem Kreisel in Richtung Am Hafen fahren und die Unfallzahlen wieder steigen.
In Richtung Außenhafen geht`s weiter an den an der Hafenpromenade unter Denkmalschutz stehenden Häusern vorbei an der rechts liegenden Baustelle Namenlosestraße / Reichenstraße. Die Arbeiten ruhen derzeit. Auch die Bau-Kolonne hat Ferien bis zum 17. Juli.

Fahrradreinigungsmaschine

Vor dem Salzspeicher bitte besser runter vom Sattel, damit Sie nicht mit dem Reifen in das Gleis unserer alten Hafenbahn geraten und stürzen. Das Rad einen Moment lang zu schieben ist bei der Kulisse ja ganz schön. Der Elbdeich empfängt uns mit blökenden Schafen. Dass die Tiere unseren Weg in Richtung Elbfähre kreuzen und auch vollköteln, bleibt nicht aus. Die Stadt nimmt alljährlich Geld in die Hand und lässt die zum Radfahren einladenden Deichverteidigungswege alle 14 Tage reinigen. Eine eigens für Glückstadt entwickelte Schaf-Schiete-Fahrrad-Reinigungs-Maschine, kurz SSFRM, steht seit Samstag vor der Jugendherberg.

An der Elbfähre angekommen stellen wir die Räder ab und begeben uns auf eine kleine Kreuzfahrt. Es geht zwar nur einmal über die Elbe und zurück, ist aber irgendwie trotzdem ein „Urlaub zwischendurch“. Achtung: Auch auf der Fähre heißt es Abstand halten und den Mund-/Nasenschutz nicht vergessen. Covid 19 macht vor Glückstadt nicht halt. Bislang gab es nur einige wenige Betroffene. Das ist sicherlich auch Verdienst derer, die die gesetzlichen Vorgaben zur Eindämmung der Pandemie mitgetragen, Abstand gehalten und sich vorgesehen haben. Danke dafür!

Zurück an Land geht’s ab in Richtung Neuendeich und einem polarisierenden Gesprächsthema zur geänderten Verkehrsführung an der Ampelkreuzung. Die Ampelschaltung ist vom Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr so geändert worden, dass man sich jetzt nicht mehr bei einem Fähranlegerstau einfach bei Dauerrot aus Richtung Kimming kommend nach rechts in die Autoschlange mogeln kann. In Richtung Innenstadt geht es ab sofort über den Linksabbieger. Das ist natürlich zunächst ungewohnt. Die Folge: Zwei nebeneinanderstehende Fahrzeuge wollen in die Stadt und geben bei Grün Gas. Dies führte zu so manchen Wutausbruch und Beinahe-Unfall. Auf die geänderte Verkehrsführung wird nunmehr gesondert hingewiesen. Die Schaltung selbst wird noch feinjustiert und nach den Ferien beurteilt werden müssen, inwieweit sie tatsächlich den Staubetrieb entschärft. Wunsch der Stadt ist nach wie vor eine 3. Spur vor dem Anleger.

Radeln wir einfach quer durch die Stadt in Richtung Tegelgrund. Vorsicht, manch Hecke ragt – teils gespickt mit Brombeerzweigen - auf den Weg. Dieses Manko werden die Anlieger sicherlich kurzfristig beheben, so dass offizielle Schreiben aus dem Rathaus entbehrlich sind, oder?

Was hat es mit den neuen weißen Strichen im Tegelgrund auf sich? Hier gibt es unzählige verkehrsberuhigte Bereiche, in welchen Autos nur in gekennzeichneten Flächen parken dürfen. Diese Kennzeichnung ist in den vergangenen Jahren verblichen. Geparkt wurde kreuz und quer. Verwarnen konnten wir die Falschparker nicht. Das ist jetzt wieder anders. Die Flächen wurden neu und den Parkgewohnheiten der Anwohner folgend mit zusätzlichen Plätze markiert.

Nehmen wir jetzt den direkten Weg zurück in die Innenstadt. Einen Fahrradschutzstreifen entlang der Bundesstraße würden Sie befürworten? Da bin ich ganz bei Ihnen.  Fakt ist allerdings, dass es wegen der nicht ausreichenden Straßenbreite nur einen Schutzstreifen geben kann. Dann dürften aber entlang der Itzehoer Straße, Steinburgstraße und Christian-IV.-Straße  beidseitig keine Autos mehr parken. Eine endgültige Entscheidung steht hierzu noch aus.

Für heute genug gestrampelt. Morgen ist auch noch Sommer. In diesem Sinne: Genießen Sie die Ferien!

Ihre
Manja Biel