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Aktuelles Gleichstellung

Im Folgenden finden Sie aktuelle Termine, Verantstaltungen, Aktionstage oder Projekte zum Thema Gleichstellung.


14.07.22 - Internationaler Tag nicht-binärer Menschen

Nicht-binäre Menschen sind weder männlich noch weiblich. Manche bewegen sich auf einem Spektrum zwischen „weiblich" und „männlich" andere identifizieren sich mit gar keinem oder einem ganz anderen Geschlecht. „Binär“ beschreibt dabei die zweiteilige Zuordnung von Geschlecht: weiblich und männlich.

Der Aktionstag hat zum Ziel die Sichtbarkeit nicht-binärer Menschen zu erhöhen und für Geschlechter außerhalb des binären Systems von Frau und Mann zu informieren und zu sensibilisieren. Auch das Datum verdeutlicht dies: Der 14 Juli liegt zwischen dem 08. März als Feministischer Kampftag und dem 19. November als Internationaler Männertag.

Menschen die weder weiblich noch männlich sind werden in vielerlei Weise diskriminiert. Noch immer ist die Vorstellung von lediglich zwei (Cis-) Geschlechtern dominant. Körperformen, Organe, Hormone und Chromosomen werden mit (binären) Geschlechtern assoziiert.





Nicht-binäre Flagge


In vielen Ländern ist nur der Geschlechtseintrag „männlich“ oder weiblich“ möglich für offizielle Dokumente. In Deutschland ist der Geschlechtseintrag „divers“ seit 2019 für intergeschlechtliche Menschen möglich, jedoch weiterhin mit bürokratischen Hürden verbunden. Dennoch nutzen viele Menschen diese Option. Grund dafür ist nicht der fehlende Bedarf, sondern die Hürden und auch Gefahren die mit einer Änderung verbunden sind. Dazu zählen unteranderen die gesellschaftlichen Stigmatisierungen und Diskriminierungen die mit diesem Geschlechtseintrag einhergehen. Es ist schlicht sicherer behördlich „männlich“ oder „weiblich“ zu sein. Außerdem werden nicht-binäre Menschen oft in ihrer Identität nicht ernst genommen, sie werden dem falschen Geschlecht zugeordnet und mit den falschen Pronomen angesprochen. Darunter leiden viele.

Die Änderung des Geschlechtseintrages ist für Trans-Menschen (und nicht-binäre Menschen) noch schwieriger. Hier gilt weiterhin das „Transsexuellengesetz“. Dieses wurde schon mehrfach in Teilen für Verfassungswidrig erklärt und ist sehr kritische zu sehen. Nun soll das Gesetz abgeschafft werden und das „Selbstbestimmungsgesetz“ für mehr Freiheiten bei der Wahl des Geschlechtseintrages sorgen.


Begriffserklärungen

Cis: Der Begriff beschreibt Menschen, die sich mit dem bei ihrer Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren (Gegenteil: Trans)

Intergeschlechtlich: Personen bei denen die Geschlechtsmerkmale von den medizinischen Normen von „Mann“ und „Frau“ abweichen. Noch heute werden Babys, Kinder und Jugendliche geschlechtsveränderten Operationen sowie Hormonbehandlungen unterzogen - ohne Einwilligung der Betroffenen. Intergeschlechtliche Menschen sind nicht automatisch nicht-binär, sondern identifizieren sich eindeutig als Mann oder Frau.

Nicht-binär: Personen die sich außerhalb des zweigeschlechtlichen (binären) Systems von „männlich“ und „weiblich“ bewegen. Anders als bei intergeschlechtlichen Personen geht es weniger um körperliche Merkmale.

Fotoausstellung "Komm, wie du bist!"

Brustkrebs ist bei Frauen die häufigste Erkrankung. Die genaue Ursache für die Krankheit ist immer noch unklar. Risikofaktoren sind Ernährung und Übergewicht, Alkohol, Diabetes Typ II und Rauchen. Insbesondere Frauen in der Menopause sind davon betroffen. Auch Männer können an Brustkrebs erkranken, jedoch deutlich seltener. Regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen sind sinnvoll.

Die Fotoausstellung „Komm, wie du bist!“ nimmt sich die Prävention und Kommunikation über Brustkrebs zum Thema. Sie ist im Kreis Dithmarschen entstanden und soll Erkrankte ermutigen sowie Nichterkrankte sensibilisieren und informieren. Die Ausstellung finden vom 23.08.2022 bis 15.09.2022 im Gesundheitsamt Kreis Steinburg statt. Darüber hinaus gibt es einige spannende Workshops.

Schauen Sie gerne vorbei und nehmen sie an den Workshop teil!

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28.06.2022: 53 Jahre Stonewall

Die Ereignisse des „Stonewalls“ bzw. des „Christopher Street Days“ ereigneten sich am 28. Juni 1969 in einer Schwulen-Bar, dem Stonewall Inn, in der Christopher Street in Greenwich Village, New York City. In den 1960er-Jahren waren queere Menschen in den Vereinigten Staaten von Amerika starken Repressionen und Gewalt ausgesetzt. Kamen LGBTQIA+ Personen (Lesben, Schwule, Bi, Trans, Queer, Inter*, Agender) zusammen, galt dies als Ordnungswidrigkeit, Homosexualität in der Öffentlichkeit zu zeigen galt als illegal. Oft stürmte die Polizei Schwulen-Bars, verhaftete die Menschen und veröffentlichte ihren Namen. Am Morgen des 28.06.1969 führte die Polizei eine Razzia im Stonewall Inn durch. Dabei griffen sie zahlreiche homosexuelle Menschen und Transpersonen an und verhafteten sie.

Als Reaktion auf die gewaltvolle Razzia versammelten sich LGBTQIA+ sowie Mitmenschen der Gegend auf der Straße und protestierten gegen den gewaltsamen Vorgang. Über Tage protestierten tausende Menschen. Zahlreiche Organisationen und Initiativen, die sich für die Rechte von LGBTQIA+ einsetzen wurden als Reaktion auf Stonewall gegründet. Noch heute finden überall auf der Welt um den Termin Pride Weeks und Prides Marches statt, Demonstrationen und Veranstaltungen die queeres Leben sichtbar machen und feiern. In Deutschland kennen wir diese Paraden unter „Christopher Street Day“, so auch in Hamburg, Kiel, Flensburg, Heide und Lübeck. Darüber hinaus wird weiterhin für die Rechte von LGBTQIA+ gekämpft, da sie auch heute Diskriminierungen und Hass ausgesetzt sind sowie in einigen Ländern Homosexualität noch immer unter Strafe steht.

In Solidarität mit und zur Sichtbarmachung der Kämpfe der queeren Community, hisst die Stadt Glückstadt heute die queere Flagge.

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10.06.2022: Bundesweiter Aktionstag gegen "Cat Calling" - Aufruf

Catcalling begegnet insbesondere (jungen) Frauen und weiblich gelesenen Menschen im Alltag in vielerlei Weise.

  • Pfeif- oder Kussgeräusche, aufdringliche Blicke, anzügliche Sprüche auf offener Straße
  • Übergriffige Nachrichten auf Social Media wie „Hey, geiler Arsch“!
  • Ungewollte Konfrontation mit Bildern oder Videos sexuellen Inhalts im Netz

Das sind wenige Beispiele für die verharmlosende Bezeichnung „Catcalling“ (englisch wie „Katzen-Rufen“). Unter Catcalling werden alle sexuell konnotierten Verhaltensweisen bzw. verschiedene Arten der sexuellen Belästigung ohne Körperkontakt im öffentlichen Raum zusammengefasst. Insbesondere verbale Formen der (sexuellen) Belästigung werden noch immer normalisiert, verharmlost oder als „Kompliment“ wahrgenommen und dargestellt.

Dabei hat Catcalling schlimme Auswirkungen!

Belästigungen auf der Straße wirken sich bei Betroffenen körperlich und emotional aus: Sie berichteten von Symptomen wie Muskelverspannungen, Atembeschwerden, Schwindel und Übelkeit sowie starker Angst, z.B. vor Vergewaltigung oder davor, die eigene Privatsphäre nicht schützen zu können.  Catcalling führt dazu, dass Frauen und Mädchen Bereiche im öffentlichen Raum meiden und sich nicht mehr unbefangen in der Öffentlichkeit bewegen. Dies ist eine enorme Einschränkung der persönlichen Freiheit!

Catcalling: ein gesellschaftliches Problem

44 Prozent Frauen und 32 Prozent Männer haben solche sexistischen Angriffe schon erlebt: Das hat eine aktuelle Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ergeben.

Die meist berührungslose, aufgedrängte Sexualität ist es derzeit noch kein eigener Straftatbestand bzw. keine Ordnungswidrigkeit. Außerdem suchen viele Betroffene den Fehler bei sich oder werfen sich vor, in der Situation falsch gehandelt zu haben.

Das muss sich ändern!

Bundesweite Aktion

Von Juni 2022 bis Mai 2023 sind Betroffene aufgerufen, ihre erlebten Belästigungen über eine zentrale Mailadresse zu melden. Auch hier in Glückstadt können Sie, liebe Glückstädter*innen, mir ihre Erlebnisse an die E-Mail-Adresse keinkompliment@glueckstadt.de zusenden. Wichtig ist, eine konkrete Angabe über die Art des Deliktes sowie Ort, wenn möglich Datum und Uhrzeit. Ich werde dabei mit lokalen Anlauf- und Beratungsstellen zusammenarbeiten. Alles geschieht selbstverständlich unter strengster Vertraulichkeit. Insgesamt sind mehr als 40 Kommunen und Kreise in der Bundesrepublik an der Aktion beteiligt. Die Meldungen gesammelt und dokumentiert. Initiatorin des Anti-Catcalling-Tages #keinKompliment ist die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Salzgitter, Simone Semmler.

Am zweiten Aktionstag, den 9. Juni 2023 werden regional organisierte Aktionsgruppen diese Übergriffe mit Kreide dann an dem Ort sichtbar machen, an dem sie stattgefunden haben. Mit der Aktion sollen auch kommunale Entscheidungsträger*innen (z.B. im Bauamt, im Ordnungsamt oder bei der Polizei) darauf aufmerksam gemacht werden, an welchen Stellen in ihrer Stadt/Kommune sogenannte „Angsträume“ sind, also Orte die für Frauen gefährlich sind.

Demokratiewerkstatt am 25.06.2022

Im Rahmen des Aktionsprogramms Kommune - Frauen in die Politik, findet am 25. Juni von 10-17 Uhr die Demokratiewerkstatt im Kreistagsaal in Itzehoe statt. Durch den Tag führt uns Cécile Weidhofer von der EAF. Sie ist eine erfahrene Kursleiterin und absolute Expertin auf dem Gebiet politische Partizipation von Frauen. Ziel der Demokratiewerkstatt ist es Engagement hemmende Strukturen zu identifizieren und Lösungsstrategien zu entwickeln damit Kommunalpolitik für Frauen attraktiver wird. Es erwartet Sie ein Tag voller Gespräche, unterschiedliche Perspektiven und ein
überparteilicher Austausch. Melden Sie sich gerne bis zum 5. Juni an unter: nobitz@steinburg.de

Mehr Informationen hier.

28.05.22 - Internationaler Aktionstag Frauengesundheit

Gendergerechte Medizin

Frauen versterben öfter an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Männer - Männer dagegen eher an Krebs. Auch bei Covid-19 zeigt sich, wie wichtig ein geschlechtersensibler Blick auf die Medizin ist: Frauen haben einen deutlich milderen Verlauf und die Masken sind für einen durchschnittlichen Männerkopf konzipiert.

Fehlendes Wissen über unterschiedliche Sichtbarkeit, Verläufe und Diagnostik von Krankheiten zwischen den Geschlechtern sowie geschlechtsspezifische Vorurteile können insbesondere für Frauen lebensgefährlich sein. Herzinfarkte und dessen Symptome unterscheiden sich bei Männern und Frauen, Anzeichen werden bei Frauen oft übersehen und als weniger dringlich und gefährlich eingestuft. Dies liegt unteranderem an deren „atypischen“ Symptomen - „atypisch“ im Vergleich zu Männern, deren Krankheitsbilder und –symptome die Norm bzw. den Standard darstellen. Dies führt zu Fehldiagnosen und fehlerhaften Behandlungen bei Frauen. Ein Grund für diese Problematik sind sowohl der hohe Anteil an Männern in der Medizin (insbesondere in den entscheidenden Positionen) als auch die mehrheitlich männlichen Probanden in medizinischen Studien. Dadurch ist die Forschungslage sogenannter „Männerkrankheiten“ deutlich größer als bei „Frauenkrankheiten“ (Gender Data Gap) wodurch Krankheiten oder die Wirkungen von Medikamente auf Frauen nicht genügend erforscht ist (Gender Health Gap). Frauen, die von einer Ärztin betreut werden, haben größere Chancen, korrekt medizinisch behandelt zu werden. Darüber hinaus spielen auch geschlechtsspezifische Vorurteile eine Rolle: Frauen werden weniger ernst genommen, wenn sie ihre Beschwerden artikulieren und vermehrt mit Beruhigungsmitteln wieder nach Hause geschickt. Männer hingegen werden deutlich seltener mit Depressionen diagnostiziert.

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Auch für queere Frauen/Menschen bestehen weiterhin große Defizite in der Gesundheitsversorgung. Sie werden mit Diskriminierung sowie fehlenden Wissen und Unsicherheit seitens der Ärzte*Ärztinnen konfrontiert, da es sowohl in der medizinischen Ausbildung als auch im gesellschaftlichen Diskurs an Sensibilisierung fehlt.  

Frauengesundheit umfasst somit neben Bereiche der Gynäkologie auch die konkrete Ausgestaltung der Medizin und sollte durch den Ansatz geschlechtersensibler Medizin ergänzt werden. Es ist wichtig, gendergerechter Medizin mehr Aufmerksamkeit und Bedeutung zu schenken, um alle Menschen im Gesundheitssystem versorgen zu können.

Weitere Informationen auf https://www.dgesgm.de/

15.05.22 - Internationaler Tag der Familie

Im Rahmen des "Internationalen Tag der Familie" ist es wichtig, ein Augenmerk auf geschlechtsspezifische Unterschiede bei Familienzeit, Arbeitsverteilung und/oder Kinderbetreuung zulegen. Frauen erfüllen täglich durchschnittlich 52,4 % mehr unbe­zahlte Sorgearbeit als Männer und sind federführend für die Kinderbetreuung zuständig. Bei Paaren mit Kindern liegt die Sorgearbeitslücke bei 83,8% (Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung 2019). Dabei sind die Aufgaben meist weniger zeitlich flexibel und mit dem Arbeitsalltag vereinbar, als es bei Männern der Fall ist. Reduzierte Arbeitszeiten, das durchschnittlich geringere Einkommen von Frauen (Gender Pay Gap) sowie die anhaltende Mehrfachbelastung, erhöhen das Risiko von Altersarmut betroffen zu sein. Gleichzeitig ist es der Wunsch vieler Männer, mehr Zeit in der Familie verbringen zu können.

Darüber hinaus gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Familienformen: Ob Groß- oder Kleinfamilie, Ein-Eltern-Familien, Patchwork-Familien, Regenbogen-Familien, Adoptiv- oder Pflegefamilien und Wahl-Familien sowie andere Formen des Zusammenlebens, das Bild einer klassischen Familie ist nicht mehr aktuell. Folglich ist es wichtig, alle Familienformen anzuerkennen und zu unterstützen. Notwendige Veränderungen für eine geschlechtergerechte Verteilung von Sorgearbeit sowie die Anerkennung vielfältiger Familienmodelle betreffen sowohl gesetzliche, betriebliche als auch infrastrukturelle Aspekte sowie gesellschaftliche Rollenvorstellungen.  

Mehr Informationen zur Sorgearbeitslücke auf: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/gender-care-gap

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Aktionsprogramm Kommune - Frauen in die Politik

Aktuell ist der Frauenanteil in der Kommunalpolitik noch immer sehr gering. Etwa 28% der Politiker*innen der kommunalen Vertretung sind Frauen. Auch bei der Landtagswahl 22 in Schleswig-Holstein lag der Frauenanteil gewonnener Direktmandate bei 22,86%. Die Gründe dafür sind vielfältig: Da Frauen und Mütter noch immer den Großteil der Kindererziehung und Pflege unbezahlt übernehmen, erschweren lange Sitzungen am Abend die Möglichkeit politische aktiv zu sein. Historisch verfestigte Rollenbilder sorgen dafür, dass Frauen bestimmte Fähigkeiten aberkannt und in der Politik weniger ernst genommen werden. Eine vielfältige Repräsentation ist wesentlich für einen demokratischen Entscheidungsprozess, die verschiedene Lebenslagen, Erfahrungen und Perspektiven mit einbezieht und sichtbar macht. Der Kreis Steinburg ist einer von zehn Regionen, die Teil des vierjährigen Aktionsprogrammes sind. Das Ziel ist, den Anteil von Frauen in der Kommunalpolitik sowie den Anteil an Bürgermeisterinnen nachhaltig zu erhöhen.

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Nähere Informationen zum Aktionsprogramm Kommune finden sie hier

Mehr Fakten und Zahlen finden Sie auf https://www.frauen-macht-politik.de/

Stabübernahme

Liebe Glückstädter*innen,
mit Freude trete ich das Amt als neue Gleichstellungsbeauftragte in Glückstadt an und möchte Ihnen ein ganz herzliches "Hallo" zusenden.

Kurz zu mir: Mein Name ist Leonie Amende und ich bin 26 Jahre alt. Gebürtig komme ich aus Hamburg und bin über Berlin und Bremen nun in Glückstadt gelandet.

Ich freue mich bald mit Ihnen persönlich in Kontakt zu treten und gemeinsam für Gleichstellung in Glückstadt einzutreten.

Liebe Grüße,

Leonie Amende

Stabwechsel

Liebe Frauen der Stadt Glückstadt,
die Pandemie hat uns eine Atempause verschafft. Diese haben wir genutzt,
um uns endlich wieder auf dem Marktplatz treffen zu können. Weltfrauentag und Equal Pay Day waren ein willkommener Anlass. Mit der Unterstützung der Soroptimisten - Frau Ebmeier und ihre Mitstreiterinnen - und dem Familienzentrum, Martina Lieschak, konnten wir eine kleine, aber informative Ausstellung zum diesjährigen Equal Pay Day aufbauen und es war mir eine ganz besondere Freude, Ihnen, liebe Glückstädterinnen, eine Tulpe zum Weltfrauentag zu überreichen. Überschattet wurde und wird dieser Tag von dem noch andauernden Krieg in der Ukraine. Krieg in Europa - ein für viele undenkbares Szenario ist Wirklichkeit geworden. Wir alle hoffen und beten für ein baldiges Ende der Kampfhandlungen und es werden wieder die Frauen sein, die die Hauptlast des Wiederaufbaus tragen. Geschichte wiederholt sich ...
Ich möchte mich von Ihnen verabschieden, fünf Jahre, in denen ich Ihre Gleichstellungsbeauftragte sein durfte, sind wie im Fluge vergangen. Ich darf jetzt meinen Ruhestand genießen und übergebe die Amtsgeschäfte an meine Nachfolgerin, Frau Leonie Amende ! Sie wird das Amt im Mai antreten und Sie werden sie bestimmt bald auf dem Marktplatz begrüßen können. Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft.
Sigrun Wiecha

Weltfrauentag 2022


Weltfrauentag und Equal Pay Day

Liebe Frauen der Stadt Glückstadt,
die Pandemie hat unsere Gesellschaft nicht nur fest im Griff, sondern auch liebgewonnene Gewohnheiten verändert. Seit einem Jahr kommunizieren wir in den meisten Fällen über Email und Telefon, direkte Kontakte sind schwierig geworden. Am 08. März findet der Weltfrauentag statt - ein Tag, an dem wir uns in den letzten Jahren auf dem Marktplatz in Glückstadt getroffen und miteinander diskutiert haben. Eine besondere Freude war es mir, Ihnen eine kleine Blume zu überreichen. Im letzten Jahr eine Narzisse, auf die traditionelle Rose haben wir aus Gründen des Klimaschutzes verzichtet. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Monaten wieder miteinander reden, diskutieren und  - ganz wichtig - uns persönlich sehen können.
Was ist der Weltfrauentag ?
Jedes Jahr am 08. März findet auf der Welt in unterschiedlichen Ländern der Weltfrauentag statt. An diesem Tag wird auf die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam gemacht. Dieser Tag wird auch internationaler Frauentag oder Frauenkampftag genannt. Letzteres der Hinweis darauf, dass nur in den wenigsten Ländern dieser Erde die Gleichheit zwischen Frauen und Männern Bestandteil der Verfassung ist.
An diesem Tag gehen Menschen auf die Straßen und demonstrieren für die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern und gegen die Diskreminierung von Frauen. Das diesjährige Motto des Weltfrauentags der UN lautet
" Women in leadership - Achieving an equal future in a Covid-19 world".
Gerade die Corona - Pandemie hat uns allen gezeigt, wie zerbrechlich unsere Fortschritte auf dem Weg in die Gleichstellung sind. Homeoffice wird zum größten Teil von Frauen wahrgenommen, die Care - Arbeit  - Betreuung von Kindern, Homeschooling, Betreuung von Pflegebedürftigen u.v.m. - lastet auf den Schultern der Frauen. Nach einem Jahr ist die Verfestigung solcher Strukturen gefährlich nahe. Es ist unser aller Aufgabe, diese Entwicklung zu beenden und für die Gleichheit der Lastenverteilung zu sorgen. 

Monopoly, bei dem Frauen die Gewinner sind

Mit der Gleichheit der Geschlechter ist auch unbedingt der Equal Pay Day verbunden.  Weltweit verdienen Männer und Frauen bei gleicher Tätigkeit unterschiedlich. Im Jahr 2020 haben Frauen in Deutschland für die gleiche Tätigkeit 19 Prozent weniger Lohn bekommen als Männer. Eine Ausgangslage mit fatalen Folgen für die Frauen - weniger Lohn, längere Berufsunterbrechungen durch Care - Arbeit u.a.m. - führen am Ende eines langen Arbeitslebens in die Altersarmut.
Das Frauennetzwerk hat eine Ausstellung zu diesem Thema zusammengestellt. Zu dieser Ausstellung gehört ein Preisrätsel, zudem wir Sie herzlich einladen. Bitte beachten Sie auch die Datenschutzhinweise, die wir ebenfalls angefügt haben. Ich wünsche Ihnen einen informativen Rundgang durch die Ausstellung und ein vergnügliches Preisrätsel.


Datenschutzhinweise
Datenschutzhinweise(PDF: 76 kB)

Einwilligung Verlosung
Einwilligung Verlosung(PDF: 82 kB)

Equal Pay Day - Rätsel 2021
Equal Pay Day - Rätsel 2021(PDF: 173 kB)

Equal pay day 2021
Equal pay day 2021(PDF: 1,6 MB)

Corona hat uns fest im Griff

Um das Virus einzudämmen, sollen wir in dieser Zeit so wenig wie möglich die Wohnung verlassen und vor allem soziale Kontakte außerhalb der Kernfamilie meiden. Das öffentliche Leben, Freizeitgestaltung und Ablenkung gibt es kaum. Familien stehen jetzt vor einer völlig ungewohnten Situation – die Kinder ständig im Haus, sie verlangen Aufmerksamkeit, langweilen sich. Die Erwachsenen können sich in kleinen Wohnungen nicht aus dem Wege gehen, haben keinen Rückzugsort mehr.

Eine Situation, die Expert*innen den Anstieg der häuslichen Gewalt befürchten lässt (Ausnahmesituation für Familien).

Die Stadt Glückstadt möchte in diesem Zusammenhang Personen, die Gewalt erfahren oder besorgt sind, Gewalt in Zukunft zu Hause zu erfahren, bestärken, sich Hilfe zu holen.

Das Hilfe-Telefon Gewalt gegen Frauen ist unter Tel.: 08000 116 016 24 Stunden erreichbar und berät auf verschiedenen Sprachen.

Das Frauenhaus in Itzehoe bietet allen Frauen und ihren Kindern, die von psychischer, körperlicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffen sind Zuflucht, Beratung und Unterstützung.  Sie erreichen es Tag und Nacht unter Tel: 0 4821  61712.

Für männliche Opfer häuslicher Gewalt gibt es die Männerberatung in Schleswig-Holstein, die u.a. in Elmshorn bei Wendepunkt e.V. einen Standort haben. Telefonisch erreichbar unter Tel: 04121 47573 0 und per Email unter info@wendepunkt-ev.de.


Zum anderen möchte die Stadt auch diejenigen ermutigen, sich Hilfe zu holen und Verantwortung zu übernehmen, die besorgt sind, aufgrund der außergewöhnlichen Situation ihre Kontrolle zu verlieren.
Das Bundesforum Männer stellt ein Survival Kit für Männer unter Druck zum Download bereit, mit 10 konkreten Handlungsempfehlungen „für Männer, die in Krisensituationen nicht die Beherrschung verlieren möchten“, ebenfalls auf verschiedenen Sprachen.

Nicht zuletzt ist die Polizei über Notruf 110 Ihre Ansprechperson, wenn Sie selbst von Gewalt betroffen oder Zeug*in von Gewalt werden.

Orange Your City

Ein Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen - 16 Tage werden Gebäude weltweit angestrahlt, um auf die Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen. Glückstadt ist mit dabei - unterstützt von den Soroptimisten wird der Balkon des Rathauses in orangem Licht erstrahlen und das Glückswerk hat ebenfalls ein oranges Licht in sein Schaufenster gestellt.
2020 hat nicht nur das Rathaus orangefarben gestrahlt, auch auf dem Marktplatz rund um den Kandelaber waren Plakat und orangefarbene Lichter der Soroptimisten aufgestellt. Die Gaststätte "Kleiner Heinrich" hat  ebenfalls mit orangefarben beleuchteten Fenstern ein Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen gesetzt.
Ich danke den Stadtwerken für ihre kräftige Mithilfe und natürlich den Soroptimisten für ihre Unterstützung. Vielen Dank auch an Christine Reimers für die Zurverfügungstellung ihres Fotos.


Gewalt kommt nicht in die Tüte

Gewalt

Gewalt gegen Frauen - eine unendliche Geschichte. Im Jahr 2017 waren 113.000 Frauen allein in Deutschland von männlicher Gewalt betroffen - innerhalb der Ehe und der Familien. Gewalt, die in 150 Fällen für die Frauen tödlich ausgegangen ist. Das Dunkelfeld ist nicht einzuschätzen und die Tendenz ist steigend.
Jedes Jahr erinnern die Gleichstellungsbeauftragten an diesen Termin. Auch in diesem Jahr werden im Kreis Steinburg von den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten und anderen Institutionen verschiedene Veranstaltungen durchgeführt.
Den Veranstaltungskalender werde ich rechtzeitig auf dieser Seite veröffentlichen. In Glückstadt werden Sie uns voraussichtlich zusammen mit den Sorpotimistinnen auf dem Marktplatz mit Infotüten zu Gesprächen antreffen.